Ein Blick in meine Vergangenheit

Der Einfachheit halber fange ich nicht bei Adam und Eva an und lasse mich auch nicht darüber aus, wie wunderbar meine Kindheit war. Beginnen wir also gleich mit ...

Kapitel 1: Studienzeit in München

Nach meinem Abitur habe ich mich für ein Jurastudium in München entschieden. Während dieser Zeit konnte ich nebenher die Kunst des med. Shaolin Qi Gong erlernen und unterrichten. Mich mit energetischen Heilverfahren und spirituellen Lehren beschäftigen. Meine eigene Handelsvertretung für Fitness- und Wellnessprodukte führen. Verschiedene Jobs, vorwiegend im juristischen Umfeld ausüben und noch dazu, die meisten Abende der Woche, in den angesagtesten Clubs der Stadt verbringen. Wie sich das alles vereinbaren liess, ist mir bis heute ein echtes Rätsel. Abgesehen von Prüfungen, Arbeiten und Feiern, war es scheinbar keine sonderlich ereignisreiche Zeit in meinem Leben. Gegen Ende dieser Zeit lernte ich jedoch meine Frau kennen, die mich noch zu einigen wichtigen Ereignissen in meinem Leben geführt hat.

Kapitel 2: Artgerechte Menschenhaltung im Unternehmen

Nach meinem Studium habe ich mich zunächst in einem Konzern um die internationalen Vertriebsverträge gekümmert. In dieser Zeit bekam ich (manche würden auch sagen «meine Frau bekam unsere») meine erste Tochter.  So fand ich heraus, was es für einen Mann, in einem weltweit tätigen Unternehmen bedeutet, in echter Teilzeit zu arbeiten. Kinder können, wenn man sich für sie öffnet, das Leben grundlegend verändern und uns vieles lehren. Die Liebe zu meiner Tochter hat viele vorher unbemerkte Verkrustungen in mir sichtbar gemacht und aufgebrochen. So hat sie meinen Blickwinkel auf die Welt Stück für Stück erweitert.

Später leitete ich den «Technischen Bereich» in einer Beratungsfirma. Während dieser Zeit wurde mir in einem Moment der Erkenntnis plötzlich ganz schmerzlich bewusst, dass der Rest meines Lebens womöglich nicht lange andauern und schon gar nicht sonderlich befriedigend sein wird, wenn ich auf die aktuelle Art weitermache. In diesem einen Moment der Klarheit hat sich erstaunlicherweise auch mein damals stark ausgeprägtes Bedürfnis nach Zigaretten, Alkohol und Fleisch völlig aufgelöst. Ein Prozess der Sinnsuche hatte begonnen und hat mein Leben völlig auf den Kopf gestellt. Heute weiss ich, warum dieses Ereignis meine Rettung war. Damals wurde dadurch mein Leben erst mal extrem kompliziert.

Kapitel 3: Die ewige Schule des Lebens

Ich habe dann erneut die Schulbank gedrückt und verbrachte drei bewegte Jahre lang an der renommierten Berufsfachschule für Naturheilweisen, Josef Angerer, in München. Dieser Ausbildung bei den sog. "Weisskitteln" verdanke ich nicht nur einen breiten theoretischen und praktischen Erfahrungsschatz an Naturheilverfahren, sondern auch eine sehr umfangreiche und fundierte schulmedizinische Ausbildung. Und während dieser wunderbaren Zeit stellte sich auch ein junger Mann bei mir vor, den ich einige Zeit später im Kreissaal begrüssen dürfte. Ein grosser Lehrer für mich.

An meiner Schule lernte ich einige faszinierende Menschen kennen, die mich für meinen weiteren Lebensweg inspirierten. Zuvorderst möchte ich hier meinen Lehrer Christian Reichard nennen, der mir half, meinen Geist für die wahren Ursprünge der Naturheilkunde zu öffnen. Auch danke ich im besonderen Arnold Mayer, für die tiefgreifenden Erkenntnisse zur TEM, welche er, aus meiner Sicht, wie kein anderer durchdringt und veranschaulichen kann. Wolfgang Meier hat mir mit seiner stets witzig fröhlichen Stimmung meine ganze Schulzeit versüsst. Die Erinnerung an seine Ausführungen zum Thema „Menschlicher Verdauungstrakt“ werden mir wohl für immer ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Und Wolfgang Hegge hätte mich beinahe dazu bewegt die TCM zu meinem primären Aufgabengebiet zu machen, wäre da nicht etwas damals ganz Entscheidendes dazwischengekommen. Herrn Bernd Hertling danke ich für immer spannende und mythenreiche Erklärungen zu unserer Flora und ihrer hilfreichen phytotherapeutischen Anwendung. Und ohne Bernhard Nolls unglaublich ansteckende Begeisterung, wäre meine Beschäftigung mit der Anatomie des Menschen wohl deutlich zäher gewesen. Die hier genannten Menschen und viele andere haben mir dabei geholfen, all meine Prüfungen zu meistern und viel praktisch anwendbares Wissen aus dieser Zeit mitzunehmen. Ich möchte diesen und auch allen anderen dafür danken.

Kapitel 4: Die Schweiz ruft

Während eines Ausbildungsseminars hatte ich ein sehr beeindruckendes Visionserlebnis, das mich fast die ganze Nacht nicht schlafen liess. Kaum dachte ich wieder, es sei jetzt vorbei und ich könne nun endlich weiterschlafen, durfte ich schon wieder das Licht anmachen und erneut aufschreiben, was ich erlebt hatte. Vor diesem Ereignis wäre ich niemals auf die Idee gekommen mit meiner Familie in die Schweiz zu gehen. Tatsächlich hatte ich auf diese Art ziemlich präzise Informationen zu der Gegend erhalten, in der meine neue Aufgabe auf mich wartete. Als ich diese Angelegenheit bewusst überdachte und tatsächlich anfing in diese Richtung zu recherchieren, öffneten sich plötzlich wie von selbst immer mehr Türen und einige Zusammenhänge wurden mir total klar. Dennoch hat sich bisher erst ein kleiner, aber sehr wesentlicher Teil dessen, was ich damals erfahren durfte, bereits umgesetzt. Es gab sicher auch Rückschläge und unerwartete Veränderungen, die zu überwinden waren, bevor es dann richtig gut kam. Manchmal ändert man tatsächlich seinen Blickwinkel auf die Dinge. Dazu vielleicht irgendwann einmal mehr in Kapitel 5.